Retailer Insight Interview – Uebervart Shop Frankfurt

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UEBERVART sollte mittlerweile jedem Sneaker- und modeinteressierten Bewohner Deutschlands ein Begriff sein! Wir haben uns mit dem Gründer, Daniel Steindorf über Frankfurt, seinen Shop und kommende Brands unterhalten, aber lest selbst!

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Daniel, erzähl uns doch bitte, wieso du damals Uebervart gegründet hast?
Ich kam 2007 während dem Schreiben meiner Diplomarbeit auf die Idee Uebervart zu gründen. Allerdings nicht, weil diese von einem Retailkonzept handelte, sondern weil ich in dieser Zeit viel unterwegs war, u.a. in Paris und London. Da gab es überall Stores, die coole, junge Männermode anboten. Nur in Frankfurt nicht. So war die Idee geboren, die Eröffnung erfolgte 2008 im August.

Was macht die Frankfurter „Szene“ so anders?
Nun, es ist die kleinste Großstadt oder das größte Dorf der Welt. Ich bevorzuge beides, je nach Laune. Vor allem sitzt in FFM viel Geld durch die Banker und Anwälte, zum anderen ist es durch den Flughafen, der EZB und die Unternehmen sehr international. Außerdem ist die Stadt eben ein wenig derber und gefährlicher (oder wie wir sagen: „assiger“) als andere Städte in Deutschland. Und durch die Enge der Stadt entstehen eben keine Kieze, sondern alles vermischt sich. Dies prägt eben unser Frankfurt aka Crankfurt aka Bankfurt. Und wir sind mit dem Uebervart Store mittendrin.

Deine Produktauswahl ist ziemlich vielfältig. Streetwear neben Hi-Fashion.
Wie kam es dazu?
Das hat sich irgendwann einfach vermischt. Ich habe zu Beginn den Einkauf nach der Devise gemacht „Das ist ein cooles Brand, das gibt’s nicht in Stadt, mir gefällt’s, es passt zum Laden, also kaufen.“ So entstand die bunte Mischung. Unsere Kunden mochten das, die Überraschungen und die Möglichkeiten, sich bei uns einen eigenen Style kreieren.
So bin ich immer dabei geblieben. Auch heute, mit unserer Größe und einem „Buying-Team“ aus 3 Leuten, halten wir es immernoch so. die Mischung machts.

Du hast in Deutschland einen der wenigen adidas „Consortium“ und Converse „first string“ Accounts. Ist es deiner Meinung nach wichtig, limitierten Accounts zu haben?
Ja, für uns auf jeden Fall. Wir sind ja kein klassischer Sneakerstore in dem Sinne, sondern eher „contemporary menswear“. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass unsere Kunden sehr gut informiert sind und bei uns ausgewählte, limitierte und spezielle Ware suchen.
Das fängt bei der Jacke an und zieht sich eben bis zum Sneaker. Demnach ist das essenziell für uns.

Wenn Du dir die Entwicklung der letzten Jahre so ansiehst, was hat dich am meisten überrascht, in Bezug auf Produktinnovationen?
Ich persönlich sage ganz klar: Die BOOST Technologie von adidas. Aber auch in der Fashion ist viel passiert: ich liebe z.B. die Thermore-Technologie von Aspesi aus Italien, ein von dem Label selbst entwickelter Thermo-Stoff, superleicht und warm.

Welcher Schuh ist deiner Meinung DER Retro der letzten Jahre?
Es sind drei (und für mich als leidenschaftlicher Tennisspieler ganz klar):
1. Reebok Club C 85
2. Nike Air Oscillate (kein klassischer Retro in dem Sinne)
3. Nike Tennis Classic AC


Wie wichtig ist es dir, auch Marken zu führen, die in der Sneakerszene noch nicht fest verankert sind, wie beispielsweise Ransom, etc.?
Für unser Sortiment sehen wir diese Brand, die wir einkaufen nicht als reine Sneaker-sondern Schuhmarken, die parallel zu Sneakern funktionieren. Das macht es leichter, denn dann laufen diese außerhalb der Konkurrenz und man erreicht einen anderen Kunden. Common Projects zum Beispiel läuft bei sehr gut.


Was hast du für die kommenden Jahre vorgenommen, in Bezug auf deinen Shop?
Wir sind gerade in der Umbauphase unseres Uebervart Stores. Dadurch bekommen wir
20 qm Verkaufsfläche mehr. Ein Bekenntnis zu unserem Standort also. Online wird sich in den nächsten 3 Monaten erhebliches ändern und verbessern. Dazu kommen neue Marken, unter anderem Gosha Rubchinksy, Joseph und Billionaires Boys Club. Außerdem haben wir wieder Stussy an Bord. Wie ihr seht wird also vor allem das Porfolio weiter geschärft. Dazu bauen wir sicher unsere Eigenmarke UBRVRT stärker aus. Hier kommt schon im
Sommer ein Schmankerl 😉

Denkst du, das online immer wichtiger wird, oder denkst du, das der Kunde nicht bald
wieder lieber die persönliche Beratung in Anspruch nimmt?
Ganz klar: instore ist King!!! Merken wir ganz stark gerade in den letzten Monaten.

FSV oder Eintracht?
Seit 1986. Für immer. Egal wie. SGE.

Vielen Dank!

daniel steindorf uebervart frankfurt

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