Nachhaltige Schuhe & Sneaker » entdecke hier die besten Brands!

Worauf achtet der typische Sneakerhead beim Kauf? Style, Tragekomfort, Limitierung?
Immer wichtiger wird es für viele, nachhaltige / vegane Schuhe zu kaufen!
Wir haben einen Überblick über die wichtigsten Brands, Materialien und vieles mehr für euch!

Qualität und Style – diese Brands produzieren nachhaltige und vegane Schuhe

Es gibt viele nachhaltige Mode Marken, die sich auf die Fahne geschrieben haben, nachhaltige Produktion, Qualität und Style unter einen Hut zu bringen und Schuhe fair produzieren. Wir haben für Euch eine Übersicht erstellt!


Wo kann man nachhaltige Schuhe kaufen? Wir haben für dich eine Liste:

Veja Schuhe

VEJA produziert seine Sneaker in Brasilien

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VEJA ist das französische Label mit dem bekannten V. Produziert werden die klassischen Tennis-Sneaker in Brasilien. Naturkautschuk und pflanzlich gegerbtes Leder sowie Bio-Baumwolle sind die Materialien, mit denen VEJA zu überzeugen weiß. Dabei unterstützt die Brand die ökologisch-faire Gewinnung der Rohstoffe, auch zahlt das Unternehmen den brasilianischen Arbeitern einen fairen Preis. Die genutzte Baumwolle wurde daher mit einem Fairtrade-Siegel versehen. Das Leder erhält VEJA aus Uruguay und wird rein mit pflanzlichem Akazien-Extrakt gefärbt. Das beliebteste Modell ist aktuell der VEJA V-10.‘

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KangaROOS – Made in Germany

KangaROOS

Fresh outta Pirmasens in Rheinland-Pfalz entsteht die „Made in Germany“-Linie von KangaROOS. Damit setzt die Brand ein Statement in Sachen nachhaltige Schuhe und fertigt in manufaktureller Verarbeitung hochwertige Materialien in limitierter Auflage. Die bekanntesten Silhouetten sind dabei wohl der Coil R-1, der Classic Low Vibram und der Lord G. Alle Sneaker werden dabei aus feinstem Kalbsleder gearbeitet und bestechen durch ihre herausragende Qualität sowie ihren hohen Tragekomfort (gerne eine ganze Nummer runter, da die Sneaker größer ausfallen).

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adidas x Parley – Aus den Meeren recycletes Plastik

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adidas x Parley ist für viele Sneakerheads in erster Linie stark verknüpft mit stylischen Sneakern und ordentlichem Hype. Doch dahinter stecken nachhaltige Schuhe und eine gute Idee. So werden bei der Produktion der Sneaker von adidas mit Parley Müll aus den Ozeanen recycelt, um damit einem wichtigen ökologischen Gedanken zu folgen: „Wenn die Ozeane sterben – sterben wir!“ (Captain Paul Watson / Sea Shepard). Damit es erst gar nicht so weit kommt, arbeiten adidas und Parley For The Ocean nun bereits seit einigen Jahren dagegen an.

Neben der Kollaboration mit Parley hat adidas noch weiter Innovationen in petto Das neuste und beste Beispiel ist der neue adidas Futurecraft.Loop – der erste recyclingfähigen Turnschuh!

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Toms – „One for One“

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Toms begann als Schuhhersteller, doch schnell wurde viel mehr daraus. Heute verkauft das 2006 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kalifornien nachhaltige Schuhe und Mode, Brillen, Handtaschen und Kaffee. Will man vegane Schuhe online kaufen, so ist man bei Toms an der richtigen Adresse. Über eine nachhaltige wie ökologische Produktion hinaus unterstützt die Brand verschiedene Programme auf der ganzen Welt, unter anderem setzt man sich für sichere Geburten in Indien ein oder sucht Lösungen zur Verhinderung von Mobbing in den USA. Seit Anbeginn gilt aber vor allen Dingen „One for One“: Damit hilft Toms mit jedem verkauften Schuh einem Not leidenden Kind; bis heute spendete man über 60 Millionen Paare. Toms konzentriert sich auf die ökosozialen Auswirkungen der Produkte und Arbeitsabläufe, achtet auf verantwortungsbewusste Spenden und auf das Wohl der Arbeiter. Ob vegane Winterschuhe oder der klassische Toms Alpargata Slipper – die Fertigung erfolgt mit natürlichem Hanf, Bio-Baumwolle und/oder recyceltem Polyester. Außerdem sind die Schuhkartons aus 80 Prozent recycelten Verbraucherabfallprodukten hergestellt, bedruckt mit Soja-Tinte.

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ekn footwear – Sneaker-Kultur und nachhaltige Mode im Einklang

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„Es [ist] an der Zeit, Sneaker-Kultur und Nachhaltigkeit zu vereinen.“ Das ist das Kredo, mit dem ekn footwear ihre Turnschuhe in Portugal produzieren. Dabei ist es ihnen wichtig, einen guten Kontakt mit ihren Lieferanten zu pflegen und dabei auf Nachhaltigkeit zu achten. Man übernimmt Verantwortung und zahlt faire Löhne, lässt alle Schuhe nur aus rein ökologischen Materialien unter fairen Bedingungen fertigen und produziert nicht für die Masse, sondern in exklusiven, kleinen Stückzahlen. Die Innensohlen bestehen aus pflanzlich gegerbtem Kalbsleder, das Futter aus Rindsleder, die Nähte aus recyceltem Polyestergarn und die meisten Sohlen entstehen durch Recycling alter Sohlen. Prominente Unterstützung erhält die nachhaltige Brand dabei von unter anderem dem Musiker Max Herre.

Nachhaltige oder vegane Schuhe – was bedeutet das genau?

Es geht darum umweltfreundlich zu produzieren, Fair Trade Schuhe, oftmals vegane Schuhe wie Kleidung zu fertigen, die der Umwelt weniger zur Last fallen. Gleichzeitig geht es um technisch weiter gedachte Produktionsmöglichkeiten, um intelligente Technologien und Herstellungsverfahren, um faire Arbeitsbedingungen und um Wege, nachhaltige Mode zu produzieren, die der Umwelt gerecht werden.

Die Begriffe „nachhaltig“ und „vegan“ werden oft in einem Satz gebraucht. Viele setzen beides auch einfach gleich. Doch wie so immer ist die Wirklichkeit komplizierter. Nicht alle veganen Schuhe müssen auch tatsächlich nachhaltig sein, was bedeuten würde, dass sie umweltfreundlich und somit möglichst ressourcenschonend hergestellt worden sind. Wenn ein veganer Sneaker zum Beispiel aus Kunstleder besteht, so wurden dafür erdölbasierte Kunststoffe wie Polyurethan oder PVC eingesetzt. Diese sind ganz bestimmt nicht ökologisch. Klar ist aber auch, dass Leder aus der Massenhaltung aufgrund seiner schlechten CO2-Bilanz und den beim Gerben verwendeten, zum Teil gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen niemals nachhaltig sein kann.

Nachhaltigkeit versteht sich im Mode-Bereich auch als Gegenentwurf zum „Fast Fashion-Konzept“. Schlecht verarbeitete vegane Schuhe, die vielleicht nur eine Saison lang getragen werden, sind daher oftmals nicht besser als ein qualitativ hochwertiger Schuh aus Ökoleder, der bei guter Pflege deutlich länger getragen werden kann.

Aus welchen Materialien bestehen vegane Schuhe?

Bei veganen Schuhen gilt zunächst die Unterteilung in einerseits ökologische Materialien auf pflanzlicher Basis und andererseits synthetisch hergestellte Stoffe. Mikrofasern können sowohl pflanzlich als auch synthetisch sein. Während synthetische Mikrofasern wie Polyamid und Nylon bei vielen Sneakers zu finden sind, lassen sich pflanzliche Mikrofasern aus Baumwolle oder Leinen auch zu robusten Canvas Schuhen verarbeiten.

Veganes Leder klingt dagegen zunächst wie ein Widerspruch. Gemeint ist in diesem Fall Kunstleder, für das allerdings erdölbasierte Kunststoffe wie Polyurethan (PU) zum Einsatz kommen. PU findet darüber hinaus als Faser und in seiner festen Form als Sohlenmaterial Verwendung in der Schuhproduktion.

Rein naturbelassene Materialien werden nicht nur bei Veganern immer beliebter. Viele Öko-Schuhhersteller greifen inzwischen auf pflanzliche Stoffe wie Hanf, Kork, Baumwolle oder auch auf Fasern aus Ananasblättern zurück. Deren Ökobilanz fällt im Einzelfall recht unterschiedlich aus. So ist bei Baumwolle der hohe Wasserverbrauch zu beachten. In manchen Ländern ist die Ernte der Baumwolle zudem mit schlechten Arbeitsbedingungen verbunden. Wer also nicht nur Wert auf vegane sondern auch faire Sneaker legt, sollte hier genau auf bestimmte Fair Trade-Siegel achten.

bio baumwolle zur Herstellung von nachhaltigen veganen Schuhen

Auch wiederverwertete Stoffe können für vegane Schuhe genutzt werden. Die Umweltschutzorganisation Parley hat für ihre adidas-Sneaker ein Verfahren entwickelt, das Plastikabfall aus den Meeren sinnvoll recycelt. Der nächste Schritt ist hier ein zu 100% recycelbarer Sneaker. Der Futurecraft.Loop soll dieses Versprechen einlösen. Derzeit laufen Tests mit Läufern. Das Laufschuhmodell soll dann ab Frühjahr/Sommer 2021 erhältlich sein. Andere Hersteller nutzen bereits widerverwertete PET-Flaschen zur Herstellung von Schuhsohlen.

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Wie werden nachhaltige/vegane Schuhe hergestellt?

Eine nachhaltige Herstellung legt einerseits besonderen Wert auf die Arbeitsbedingungen der in der Schuhproduktion beschäftigten Arbeiter. So verpflichten sich die Brands zur Einhaltung bestimmter Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards. Da Schuhe und Sneakers zumeist in Niedriglohnländer hergestellt werden, gehört hierzu auch eine Bezahlung, die über den gesetzlichen Mindestlohn hinausgeht. Bei Textilien und Schuhen existieren verschiedene Fair-Trade-Siegel, die den Konsumenten die Kaufentscheidung erleichtern sollen. Besonders strenge Kriterien legen das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard), das EU Eco-Label und das Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) an. Letzteres erhalten nur Produkte, die zu 100% aus natürlichen Materialien bestehen und somit komplett biologisch abbaubar sind.

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Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft

Problematisch ist vor allem die Herstellung von Lederschuhen, da hier in der Gerbung oftmals giftige Chemikalien wie Chromsalze eingesetzt werden. Alternativen sind hier pflanzlich gegerbtes Leder und Gerbungs-Verfahren wie die Low-Chrome-Methode. Der französische Hersteller VEJA nutzt für seine nicht-veganen Modelle Leder, das ursprünglich ein Abfallprodukt aus der Fleischproduktion war.

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Zu den wenigen Sneaker-Brands, die noch in Deutschland fertigen, zählen KangaROOS und Sonra. Ihre „Made in Germany“-Modelle liegen dann auch preislich über denen der Massenhersteller, die in deutlich größeren Stückzahlen in Asien oder Südeuropa produzieren lassen.

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In der veganen Schuhherstellung sind darüber hinaus weitere Aspekte zu beachten. So ist eine strenge Trennung zwischen veganen und „konventionellen“ Schuhen in den meisten Fabriken nicht möglich. Eine Ausnahme ist die kleine Brand ahimsa, die in Brasilien eine vegane Schuhfabrik betreibt. Da die meisten Klebstoffe verarbeitete Schlachtabfälle oder andere tierische Zusatzstoffe enthalten, muss auch dafür ein Ersatz gefunden werden. Eine Möglichkeit sind Kleber auf Wasserbasis wie sie auch ahimsa nutzt oder neue Technologien. Bei den adidas Bei den Speedfactory-Modellen von adidas wird auf Kleber verzichtet und stattdessen das Upper der Schuhe mit der Sohle verschweißt.


Es gibt viel zu tun – packen wir es an

Veja, KangaROOS „Made in Germany“, ekn Footwear und Toms sind nur ein paar Beispiele in der mittlerweile wachsenden Gemeinschaft an nachhaltig produzierenden Brands. Auch die großen Player wie adidas nehmen sich verstärkt diesem Thema an. Und das ist gut so! Denn es geht nicht nur darum, wie „fresh“ ein Sneaker ist und wie viele Likes man damit auf Instagram abholen kann, sondern dass man sich Gedanken darüber macht, was man da kauft und welche Auswirkungen es auf den Planeten und damit auch auf uns hat.

photos: adidas / VEJA / KangaROOS / Toms / ekn footwear / @syntyed