Reseller-Skandal? Nike-Managerin verlässt Konzern nach 25 Jahren

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Artikel aktualisiert am 25.02.2024.

Normalerweise löst der Rücktritt einer Führungskraft oder Top-Managerin keine erhitzten Diskussionen oder gar wilde Spekulationen aus. Im Fall von Ann Hebert sieht es dagegen ganz anders aus. Seit Montag ist Hebert keine Nike-Angestellte mehr und das nach 25 Jahren im Unternehmen. Zuletzt hatte sie die Position „Vice President North America“ inne. Damit war sie unter anderem auch für die Entwicklung der SNKRS App zuständig, über die Nike seine limitierten und meist sofort ausverkauften Sneaker-Releases droppt.

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Der Sohn, ein Reseller

Was war passiert? Ein Bloomberg-Bericht dürfte für Heberst Rückzug verantwortlich sein. Darin wird über ihren 19-jährigen Sohn Joe berichtet, der unter dem Namen „West Coast Streetwear“ ein klassisches Reseller-Business aufgezogen hat. Und was für eines! Dazu muss man sich nur einmal die geposteten Fotos auf dem IG-Kanal von West Coast ansehen. Man könnte glatt behaupten, dass diese alles zeigen, was schon länger im sogenannten „Sneaker Game“ falsch läuft. Hier die ersten Reaktionen aus dem Netz:

Image-Schaden mit Ansage

Das Brisante an der Sache ist, dass Joe laut den Bloomberg-Autoren die Kreditkarte seiner Mutter für sein Reseller-Business benutzt hat. Außerdem darf die Frage gestellt werden, wie er zum Beispiel an sechs Paar Nike Air Mag kommt oder an unzählige Sean Wotherspoon x Air Max 1/97, Dior x Air Jordan 1 oder auch an andere Hype-Sneaker. Das sieht schon sehr nach einer Backdoor aus.

Es ist aber fast egal, welchen Release man nimmt. Joe scheint sie alle zu besitzen – in schwindelerregenden Mengen. Laut dem Artikel nutzt Joe Sneaker-Bots in großem Stil. Darüber hinaus behauptet eine Quelle, dass er auch mit dem Angestellten-Rabatt seiner Mutter im Nike-Outlet shoppen geht, um die dort eingekauften Paare später teurer weiterzuverkaufen. Offiziell hat Nike es seinen Angestellten untersagt, mit Reselling Geld zu verdienen.

Fraglich ist, ob die genauen Hintergründe von Heberts Rückzug jemals wirklich aufgeklärt werden können. So bleibt es zunächst bei Vermutungen und Spekulationen. Für das Image von Nike ist die Personalie ganz bestimmt nicht gerade positiv.

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(Via Complex)

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Marcus Wessel

Marcus Wessel

Marcus Wessel vit et travaille comme rédacteur indépendant à Cologne. Il fait partie de la scène des sneakers depuis plus de 20 ans. Depuis 2012, il gère le blog Sneakerzimmer, consacré aux baskets et aux voyages. Il acquiert de l'expérience journalistique dans différents médias imprimés et en ligne. Sa passion pour les sneakers remonte aux années 90 et à des modèles comme la Nike Air Max 1 et plus tard la Asics Gel-Lyte III. Sa ville préférée est New York et son passe-temps favori le cinéma.