Auf ein Wort mit: @themoldernway – 2018 ist da!

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2017 call it quits und – zwangsläufig – steht nun ein anderes Jahr auf unseren Mobiltelefonen und Kalenderblättern. Um dem verganenen Jahr aber gebührend Respekt zu zollen und gleichermaßen einen Ausblick auf die noch frische 18 zu werfen, haben wir uns mit einigen deiner Lieblingssneakerheads und -instagramer auf einen kleinen Plausch getroffen. Was war im letzten Jahr gut, was wird 2018 noch besser? You read and we’ll see…

Ronnie Fieg – das Maß aller Dinge 2017

Sascha, erzähl mal, was war 2017 der wichtigste Sneaker-Release für dich und warum?
Die schwierigste Frage zuerst, na gut. 2017 war so voll von Releases und Collabos mit Release-Partys und -Events wie kaum ein anderes. Persönlich hat es mich sehr gefreut, dass der Air Max 97 und der Air Force 1 wieder so richtig auf der Landkarte aufgetaucht sind. Und auch Virgil hat zusammen mit Nike einen extrem guten Job gemacht – das Konzept und die Endergebnisse können sich absolut sehen lassen! Entscheiden kann ich mich nicht wirklich, aber einer meiner Favoriten in 2017, abseits des Hypes, war der Reebok X Footpatrol Workout Plus Lo „Blackbuck“. Diesen hab ich beim Release verpennt und mich sehr geärgert. Zum Glück ist der auf dem Weg zu mir. Ich bin sehr angetan von Footpatrol und all ihren Projekten, beim Reebok stimmt einfach sehr viel! Klassischer Schwarz/weißer Schuh mit sehr viel Liebe zum Detail!

Footpatrol-Reebok-Workout-Lo-Blackbuck

Wer oder was hat aus deiner Sicht 2017 so richtig klar gemacht?
Also eigentlich kann ich da zwei Namen nennen: Zum einen Virgil Abloh zusammen mit Nike. Virigl hat ein unfassbar gutes Konzept erstellt und zehn ikonische Modelle extrem gut neu interpretiert. Nicht nur die Schuhe sondern auch die Off Campus Events (wo ich leider nicht war) waren künstlerisch einfach super umgesetzt. Zum anderen ist Ronnie Fieg nach wie vor einfach wegweisend. Dabei spreche ich nicht von seinen Schuhen, sondern von den vielen großartigen Konzepten die er in 2017 umgesetzt hat. Er bringt Brands an einen Tisch, die vorher nicht mal im entferntesten an gemeinsame Wege gedacht hätten. Persönliches Highlight dabei ist die Kith X Coca Cola Collection im Sommer gewesen. Die Kollektion, die Lookbooks, die Videos, das Konzept, da kann man einfach mal den Hut vor ziehen. Für mich extrem genial! Es war gefühlt nicht der krasse Hype um Ronnie Fieg und Kith in 2017, trotzdem war sein Output mehr als stark!

2018 – und es wird weiter in Archiven gegraben

Auf welches Release freust du dich 2018 bisher am meisten?
Mal schauen was 2018 so bringt. Bisher bin ich sehr gespannt was Nike aus dem Comeback des Air Max 98 macht und welche Kollaborationen wir auf der Silhouette sehen dürfen. Ansonsten bin ich sehr gespannt, was die Brands so auf dem Zeichenbrett haben und was da aus den Archiven wieder ausgegraben wird.

No Flex Zone

Und die Szene? Wie wird sie sich deiner Meinung nach in diesem Jahr entwickeln?
Ich denke, der Hype Train fährt auch in 2018 noch mit Vollgas durch unsere Geldbeutel und Social Media Kanäle. 2017 hat gezeigt, dass es noch funktioniert und die Leute auf so ziemlich jeden Hype aufgesprungen sind. Und wenn es nicht mehr Yeezy und Supreme sind, wird es was anderes sein, was die Leute begeistert. Instagram-Flexing fand ich 2017 schon schlimm, da hat sich über Silvester auch nicht wirklich was geändert. Ich würde gerne weniger OffWhite kombiniert mit Calabasas, Yeezy, Gucci und Dsquared im 5:4 Format sehen… Sneakermessen in 2017 fand ich sehr entspannt, die für mich persönlich eher wie ein Klassentreffen waren. Ich glaube, ich habe auf keiner Messe im vergangenen Jahr etwas gekauft. Ich denke, der Entertainfaktor wird bei solchen Messen von größerem Wert werden, denn Besonderheiten oder schuhtechnische Überraschungen bleiben meist aus. Um einen Air Max 1 Parra/Patta zu sehen, reicht es Instagram zu öffnen.

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Welches ist dein persönliches Ziel für 2018?
Wenn 2018 so wird wie das vergangene Jahr, bin ich sehr zufrieden. Persönliches Highlight wäre es, ein paar Jobs für ein, zwei meiner Lieblingsbrands machen zu dürfen. Ansonsten bin ich froh, wenn ich gesund und munter in 2018 Gas geben kann.

Abschließend: Lieber Online-Likes oder Real-Life-Highfives?
Ganz klar die Real-Life Highfives! Persönliches Feedback hat doch immer noch einen viel höheren Stellenwert als ein Double-Tap. Das Paradoxe an der Sache ist, dass ich ohne Online-Likes dieses Interview hier gar nicht erst machen dürfte, also bin ich natürlich auch sehr froh, dass Leute in der Online Welt meine Arbeit für gut befinden und das mit Likes, Followern und Interaktionen zum Ausdruck bringen.

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