Wir erinnern uns an die Anfänge des adidas Yeezy: Kanye West wechselte von Nike zu den Three Stripes um das ganz große Ding zu werden und versprach, dass jeder, der nur wolle, Zugang zu seinen Kollektionen haben würde. Schnell wusste man, dass das nett gedacht, aber leider nicht machbar war. Bis heute!

Kanye West und der Wunsch, dass jeder adidas Yeezy kaufen könne

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Am 23. Februar 2015, etwas mehr als ein Jahr nach dem Weggang Kanyes von Nike, erschien der erste adidas Yeezy. Die so genannte „Yeezy Season“, in der der Weltstar seine Turnschuhe wie Kleidung der Weltöffentlichkeit vorstellte, hatte begonnen. Alle gingen Nüsse. Rihanna ging Nüsse. Ehefrau Kim Kardashian ging Nüsse. Die Sneakerheads gingen Nüsse. Hans-Peter aus Oer-Erkenschwick ging Nüsse. Denn alle wussten: Wenn Kanye was anpackt, dann macht er das richtig.

„Yeezy will become the biggest apparel company in human history.“

Analysten sagen heute: Well done, Mr. West. Wenn dieses Ziel natürlich noch nicht erreicht ist und es sich die Frage zu stellen lohnt, ob Yeezy nun wirklich über den Jumpman gesprungen und der Hype der nunmehr über 20 verschiedenen Paare aus 7 Saisons immer noch so groß ist, wie zu Beginn. Sicherlich hat sich ein gewisses Maß an Sättigung eingestellt. Betrachtet man die Sneaker-Releases, so entwickelte man seitens adidas Modelle angefangen vom 750 hin zum 350, 950, 350 V2, 700 und 500 und dabei nicht zu vergessen die Yeezy für Kinder, die 350 Cleat, die verschiedensten Boots aus der Yeezy Season und der Powerphase. Acht Silhouetten in 3,5 Jahren sind eine solide Arbeit – auch wenn man attestieren muss, dass die Grund-DNA natürlich nicht groß verändert wurde. Was die Fans daran lieben und die Hater als kreativlos bemängeln. Man kann es halt nicht jedem Recht machen…

…obwohl das eigentlich die Hauptintention von Kanye West war. Jeder, der einen Yeezy haben wollen würde, sollte einen bekommen, so sein vollmundiges Versprechen zu Beginn der Kooperation mit der Brand aus Herzogenaurach. Dass er dieses Versprechen nicht einhalten konnte, war spätestens mit dem ersten Release, dem 750 Light Brown, klar. Der Hype war für den Sizerun einfach zu groß, ergo konnte eben nicht jeder einen der Yeezy Schuhe bekommen. Das änderte sich auch nicht mit dem darauf folgenden 750 Triple Black, dem Grey Gum oder dem Chocolate. Und auch als der 350 erstmals veröffentlicht wurde, war der Yeezy Neupreis schneller dem Resell-Preis gewichen, als Kanye „Watch The Throne“ auf sein Notizblock kritzeln konnte. Der ehemalige „Louis Vuitton Don“ war zum „Three Stripes King“ aufgestiegen. Sein Versprechen hatte er dennoch nicht halten können.

adidas Yeezy limitiert – Jetzt ist Schluss!

Am 10. September griff Kanye mal wieder zu seinem liebsten Social Media Dienst Twitter und ließ verlauten, der anstehende Release des 350 V2 White solle nun den größten Sizerun in der Geschichte von adidas Yeezy bekommen. Damit wolle er seine Aussage untermauern, dass jeder die Chance hat Yeezy zu tragen. Gut dreieinhalb Jahre nach dem initialen Statement irgendwas zwischen gut gemeint und schlecht gekonnt, aber wenigstens etwas. Geht es um Kanye, dann nimmt man eben auch, was man kriegen kann.

Der seltenste Yeezy wird der 350 V2 White mit gemutmaßten 1 Million Exemplaren damit natürlich nicht sein, wenn er am Freitag, den 21. September erscheint. Aber dafür erhält der geneigte Fan die bisher wohl größte Chance den erfolgreichen Sneaker an die Füße packen zu können. Glaubt man aber den Kommentarspalten des Internets, dürfte es dennoch kein Spaziergang am Releasetag werden. Davon zeugt auch die neuerliche Anmeldemöglichkeit zu einem exklusiven adidas Yeezy Newsletter. Der Hype bleibt also zumindest eines auf jeden Fall – real.

adidas Yeezy 350 V2 White

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Die wichtigsten und teuersten Yeezy Modelle bisher

Dass Kanye bisher so einiges mit seiner adidas Yeezy Linie gerissen hat, steht außer Frage. Und wenn man den verschiedenen Tweets und Instagram Snippets Glauben schenken mag, dann hat der 41 jährige Weltstar auch noch so einiges vor. Bis dahin schauen wir uns mal die interessantesten Releases aus der adidas Yeezy Historie an:

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Source: (StockX units sold until 12/2017)

Yeezy Boost 750 Light Brown

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Der erste Yeezy und auch der teuerste Yeezy aus dem Hause adidas laut StockX. Raus gegangen war der 750 Light Brown damals für 350 US-Dollar, als findiger Reseller konnte man aber schon mal locker seine 2.500 Scheine einsacken.

Yeezy Boost 350 Turtle Dove

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Erschienen am 27. Juni 2015 war er der Erste in der Reihe der Low-Cut-Silhouetten. Kam für 200 US-Dollar, ging für 2.000. Darauf folgten in den nächsten Wochen noch die Farbwege Pirate Black, Moonrock und Oxford Tan, die sich alle so um die 1.000 US-Dollar bewegten.

Yeezy Boost 350 V2 Beluga

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Der Erste der neuerlichen V2 Serie erschien im Rahmen der dritten Yeezy Season am 24. September 2016 und hörte auf den Namen Beluga. Andere Patterns und die Ergänzung um den Schriftzug „SPLY-350“ waren die größten Änderungen. Ging mit 220 US-Dollar ins Rennen und landete zwischenzeitlich bei gut 900 US-Dollar. Allerdings war auch der Zebra Colorway, der für viele adidas Yeezy Fans als bester V2 angesehen wird, bei über 1.000 Steinen… Während der V2-Zeit wurde der Sizerun seitens adidas allmählich immer größer (siehe Grafik oben).

Yeezy Boost 700 Wave Runner Solid Grey

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Jüngst durfte der deutsche Markt erleben, wie der Wave Runner hierzulande einen ordentlichen Release bekam. Die Nachfrage war ob des soliden Sizeruns groß, der Resell-Preis überstieg nur marginal den eigentlichen Kurs.

Yeezy Boost 500 Super Moon Yellow

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Der erste 500er kam am 5. Dezember 2017, doch erst der Utility Black ein gutes halbes Jahr später schien die Heads wirklich aus ihren Ecken zu locken. Die Silhouette des Yeezy Boost 500 gehört aber wohl auch zu den streitbareren. Selbst im Kosmos eines Kanye West.

photos: adidas / Jonathan Leibson / Sole Collector

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